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The following review appeared in the
July/August
2004
issue
of
Music Manual. |
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Third World
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Der
sideman an der front
Er ist wahrlich kein Unbekannter; selbst wer
noch nicht namentlich auf ihn aufmerksam geworden ist, hat ihn mit an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon spielen gehört. Sein drittes
Soloalbum zeigt ihn auch als erfolgreichen Frontman.
Sie haben noch nie Platten von Level 42, Mark
Hollis (Talk Talk), Julia Fordham, Paul Young, The Pretenders, Manu Katché,
World Party, Chuck Loeb, Manu Dibango, Vinnie Colaiuta, The Chieftains, Tina
Turner, Backstreet Boys, Khadja Nin, Youssou N’Dour, Marc Lavoine, Ronan
Keating, Gabin Dabiré, Steve Winwood, Sheryl Crow, Peter Gabriel, Rick
Wright, Rod Stewart, Luciano Pavarotti oder Sting gehört? – dann kennen Sie
ihn wahrscheinlich nicht.
Er ist einer der meistgebuchten Session-Gitarristen
und der wohl erfolgreichste “sideman”. Der 1960 in Buenos Aires geborene
Miller zog mit seinen Eltern als 10jähriger nach Amerika. Er began mit 15
Gitarre zu lernen. Später vervollkommnete er seine Fähigkeiten im Studium
bei Sabastio Tapajos und im Rahmen eines eher kurzen Aufenthaltes an der
London’s Guidhall School of Music, wo zu seinen Jahrgangsgenossen u.a.
Violinist Nigel Kennedy und Mike Lindup (Level 42) zählten.
Der “sehr trockene” Umgang mit dem emotionalen
Thema Musik verdross jedoch bald dermaßen, das ser sich lieber der
Herausforderung stellte, sein Glück als Sessionmusiker zu versuchen. 1989
traf er erstmals den Produzenten Hugh Padgham – eine wegweisende Begugnung,
denn sie fürhte dazu, dass Miller bald darauf auf Phil Collins’
Blockbuster-Album But Seriously mitwirkte sowie auf Sting’s 1991
erschienenem Werk The Soul Cages. Seit dieser Zeit ist Miller ununterbrochen
festes Mitglied von Sting’s working band, war bei jeder CD und jeder Tour
seit 91 dabei; Sting selbst bezeichnet ihn als “meine rechte Hand und meine
linke Hand”. Darüber
hinaus unterhält Miller eine eigene “Gelegenheitsband” namens The Tweeters
mit seinen nicht minder gefragten Kollegen Pino Palladino am Bass und Manu
Katché am Schlagzeug. “Ein schrecklicher Name, ich weiss”, gibt Miller,
amüsiert zu, “aber uns ist nichts besseres eingefallen.”
1995 erschien sein erstes Soloprojekt First
Touch, 1999 folgte Second Nature, 2002 dann New Dawn (mit Neil Stacey) und
zuletzt Shapes album. Shapes ist klar strukturiert – mit hem Hang zur
Einfachkeit. Für Menschem mit ausgeprägter Klassik-Phobie als Einstieg
jedoch zu empfehlen.
Mit Third World legt Miller nun sein drittes Album in der Reihe von
Veröffentlichungen eigener Musik vor: eine Produktion der leisen Töne, die
sich vom allgegenwärtigen Getöse abhebt. Die Paarund von sehr
melodisch-harmonischen Arrangements mit seinem virtuosen Gitarrenspiel wird
Liebhaber sanfter Jazz-Muzik begeister.”Chill-Out” in seiner höchsten Form.
Miller gibt seinen Klangfarben die zur vollen Entfaltung notwendige
umgebende Ruhe. Typisches Jazz/Fusion-idiom findet sich auf Third World nur
vereinzelt; vielmehr bewegt sich Miller gewandt zwischen Ausdrucksformen des
Jazz, der Klassik, Latin Music, Pop und anderen Spielweisen, webt daraus
seinen Songs immer den Vorzug vor der Vorführung solistischer
Paradestückchen. So
erscheint dieses Album wie das musikalische Statement eines Mannes, der sich
so seine Gedanken gemacht hat über die vielen verschiedenen Seiten des
Lebens, und der in Lage ist, diese in vollendeter Form zu Gehör zu bringen.
Zu sehen ist er mit Sting auf dessen Sacred Love Welttournee 2004 bis 20095.
Infos dazu unter www.dominicmiller.com
and www.sting.com.
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July/August 2004
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