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Third World   

 

The following review appeared in a February issue of the Teleschau newspool.

 


Dominic Miller - Third World (Q-rious music)

"... wie so oft im Falle hochdotierter Session-Musiker legt auch Dominic Miller als Solo-Künstler weniger Wert auf kommerzielle Verwertungschancen, sondern lässt seiner Kreativität freien Lauf – und diese führt ihn immer wieder zu Stätten der Ruhe, Konzentration und Gelassenheit. So auch bei Third World, einem Album, das die Grenzen der musikalischen Schubladen hinter sich lässt. Sicher kann man von jazzigen Akkordreihungen, klassischem Klang, poppigem Sanftmut und lateinamerikanischer Leichtigkeit sprechen, aber das sagt wenig über die musikalische Intention aus. Eher scheint es angebracht, Third World einfach als leise zu bezeichnen. "Leise" ist dabei eine Aufforderung zum Zuhören, ein Zeichen des Verzichts auf Selbstdarstellung."

"...Es entsteht der Eindruck, dass Dominic Miller auf diesem Album nicht sein technisches Können unter Beweis stellen will (muss er auch nicht), sondern den "erwachsenen" Hörer bei der Hand nimmt, um seine Wahrnehmung für Details, für einzelne Töne und Tonhöhenverhältnisse zu schärfen. Selbst im Zusammenspiel mit männlichem Gesang (Denver Sun) oder in Konkurrenz mit einer prägnanten Rhythmik (Seven Sisters) gilt dieses Prinzip, ein deutliches Zeichen für die Ausgewogenheit dieser Platte. Will noch jemand Vergleiche? Na gut, als Vorbilder kommen einem große Jazz- gitarristen wie John Abercrombie oder - seltener - Pat Metheny in den Sinn. Aber bitte auch diese Namen wieder schnell vergessen, und ebenso unvoreingenommen an dieses Werk herangehen, wie Dominic Miller es mit der Materie Musik allgemein tut. Und dann einfach nur wirken lassen..."

© Teleschau | Feb 2004

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