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Third World
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The following review appeared in the
June 2004
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of the Xaver magazine. |
Dominic
Miller - Third World (Q-rious music)
Entspannt euch!
Zieht die Lederjacken aus und macht es euch bequem. Dominic Miller, vor
allem bekannt als feinfühliger und Latin-ambitionierter Gitarrist für Sting,
beherrscht die Kunst der stillen und dennoch nicht blutleeren Töne auf
akustischen Saiten wie kaum ein Zweiter. Mit "Third World" liefert Dominic
Miller sein fünftes Solo-Album und sein drittes mit Eigenkompositionen.
Ergebnis ist ein mit normalen Maßstäben kaum messbares und eher einem
musikalischen Skizzenlock gleichendes Liebhaberproekt. Gerade deshalb ist es
so fabelhaft. Nur mit dem Zauber seines Nylonsaitenspiels, ganz selten und
dezent ergäzt mit Percussion, Keyboards oder Gesang, versteht es Miller, den
Hörer in seinen Bann zu ziehen. Das Lauschen und Eintauchen in nennenswerter
Lautstärke sei nachdrücklich empfohlen, denn erst dann realisiert man alle
Feinheiten seiner Phrasierung, den satt-voluminösen Klang der Basssaiten und
die oft nur angedeuteten Zwischentöne der Melodiebögen. Musikalisch bewegt
sich Miller im Spannungsfeld zwischen Jazz, Latin und Pop - gerade so wie
eine gelungene und extrem asketische Synthese aus Pat Metheny, Antonio Caros
Jobim und Michael Hedges. Also: nehmt euch genügend Zeit um zu (er-)
lauschen dieser CD. Anschließend dürft ihr auch die Lederjacken wieder
anziehen.
© Xaver |
Jun 2004
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